Dem „Wiener Arbeiterkind“, geboren am 20. Juli 1913, konnten seine sozialistischen Eltern den Besuch der Realschule und ein Lehrerstudium ermöglichen. Sein Wunsch nach einem Kunststudium, um als Maler an einer Zukunft in Frieden mitzuarbeiten, blieb jedoch unerfüllt. Bereits als Schüler politisch aktiv, trat er mit 15 Jahren den „Roten Falken“ bei, mit 18 Jahren, bereits in der Illegalität, dem Kommunistischen Jugendverband und kurz darauf der KPÖ. Früh engagierte er sich im Widerstand gegen den Austrofaschismus.
Mehrmals wird er während der Märzkämpfe 1934 und in den Folgejahren verhaftet. Beim Einmarsch der Wehrmacht 1938 flieht er über die Schweiz und Paris nach Spanien. Nach der Niederlage der Republik im Bürgerkrieg wird er 1939 in Frankreich interniert und im April 1941 an die Gestapo ausgeliefert. Es folgen drei Jahre Überlebenskampf im KZ Dachau.
Von dort werden er und weitere Spanienkämpfer als besonders gefährliche Gefangene an seinem Geburtstag 1944 in das KZ Flossenbürg verschleppt, gekennzeichnet mit großen roten Punkten auf dem „Zebrakleid“ und damit quasi „zum Abschuss“ freigegeben. Doch durch die Solidarität der anderen politischen Gefangenen kann er gerettet werden. Sogar einige Skizzen über die grausamen Bedingungen im Lager kann er am 20. April mit auf den Todesmarsch nehmen. Im Chaos der letzten Kriegstage gelingt ihm die Flucht, und am 1. Mai kann er sich zu den amerikanischen Truppen bei München durchschlagen.
Erst im Oktober wieder in Wien, übernimmt er bis zu seinem Lebensende verschiedene Aufgaben als Parteisekretär und (Vize-)Chefredakteur der Tageszeitung der KPÖ, der „Volksstimme“.
Seine künstlerische Auseinandersetzung mit allen Stationen seines Kampfes beginnt noch im KZ. Unmittelbar nach der Befreiung folgt in rascher Folge eine ganze Serie „gezeichneter Erinnerungen“, die für ihn, der nun bei der „Volksstimme“ schreibt, mindestens gleichberechtigt neben seinen vielen Artikeln und Buchveröffentlichungen stehen.
Durch seine Bekanntschaften mit bedeutenden Führern der kommunistischen Bewegung bereist er viele Länder und bringt teilweise ganze Serien von Werken, nun auch in Öl, aus Vietnam oder Kuba mit. Von dieser neuen Art künstlerischen Ausdrucks überzeugt, entstehen zwei Jahrzehnte später Ölgemälde und Aquarelle früherer Motive aus den ersten Skizzen und Zeichnungen. Mit ihnen hält er bis zu seinem Tod die Erinnerung wach und kämpft für eine bessere Welt.
Der Ehrenvorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft ehemaliges KZ Flossenbürg e. V.“ stirbt am 11. Januar 2000 an den Folgen der Krankheiten, die auf seine Lagerhaft zurückzuführen sind.


















